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Bitcoin nimmt Anlauf auf Rekordhoch

Bitcoin nimmt Anlauf auf Rekordhoch – Rückenwind durch Trumps Präsidentschaft

Der Bitcoin hat in den letzten Tagen einen bemerkenswerten Anstieg erlebt und nähert sich einem Rekordhoch. Am Freitag stieg die älteste und bekannteste Kryptowährung auf ein Tageshoch von mehr als 105.000 US-Dollar, nachdem der Kurs zu Beginn der Woche noch unter die 90.000-Dollar-Marke gefallen war. Mit diesem kräftigen Preissprung liegt der Bitcoin nur noch knapp unter dem Rekordhoch von Mitte Dezember, als er kurzzeitig die 108.000 US-Dollar-Marke überschritt.

Ein wesentlicher Faktor, der die aktuellen Kursbewegungen begünstigt, ist die bevorstehende Amtseinführung von Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Marktbeobachter heben hervor, dass Trumps Haltung zu Kryptowährungen einen entscheidenden Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben könnte. Der designierte Präsident hat wiederholt betont, dass er die Regulierungen für Kryptowährungen lockern und den Markt für digitale Assets fördern möchte. Besonders im Fokus steht Trumps Plan, die USA zur „Krypto-Nation“ zu machen, indem er eine nationale Bitcoin-Reserve einführt und damit dem Bitcoin eine grössere Bedeutung verleihen würde.

Trumps Krypto-Agenda: Pro-Bitcoin-Präsident und nationale Bitcoin-Reserve

Während seines Wahlkampfs hatte Trump die Krypto-Community mit klaren Aussagen umgarnt. Er habe vor, der „Pro-Bitcoin-Präsident“ zu werden, der Amerika braucht, und versprach, den Kryptomarkt weitgehend unreguliert zu lassen. Ein besonders auffälliges Versprechen war seine Unterstützung für eine nationale Bitcoin-Reserve, die er als Bestandteil eines „strategischen nationalen Bitcoin-Bestandes“ etablieren möchte. Diese Reserve soll durch Bitcoin-Bestände der US-Regierung ergänzt werden, was wiederum als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheiten dienen soll.

Die Idee einer Bitcoin-Reserve wurde bereits von verschiedenen Politikern unterstützt, darunter auch die republikanische Senatorin Cynthia Lummis, die den „Bitcoin Act“ eingebracht hat. Dieser Gesetzesentwurf sieht vor, dass die US-Regierung innerhalb von fünf Jahren rund eine Million Bitcoin erwerben soll, finanziert durch den teilweisen Verkauf der Goldreserven der US-Notenbank. Ein von Republikanern dominierter Kongress und der Wahlsieg von Trump könnten die Chancen auf eine Umsetzung dieses Gesetzes erhöhen.

Exekutivanordnung am ersten Amtstag?

Die Idee, Bitcoin bereits am ersten Amtstag von Donald Trump als Reservewährung zu etablieren, sorgt für Aufsehen. Jack Mallers, CEO der digitalen Zahlungsplattform Strike, glaubt, dass Trump noch am 20. Januar 2025 eine Exekutivanordnung erlassen könnte, die den Bitcoin als Teil der US-Reserven etablieren würde. Ein solcher Schritt könnte auf Bestimmungen des „Dollar Stabilization Act“ zurückgreifen, der dem Präsidenten weitreichende Befugnisse im Umgang mit der Währungssicherheit einräumt.

Für den Bitcoin-Markt könnte dies einen signifikanten Anstieg der Nachfrage nach der Kryptowährung zur Folge haben, was den Preis weiter nach oben treiben würde. Finanzunternehmen wie Charles Schwab Corporation prognostizieren, dass der Bitcoin-Preis auf bis zu 500.000 bis 1 Million US-Dollar steigen könnte, sollte eine nationale Bitcoin-Reserve Wirklichkeit werden.

Kritik und Herausforderungen

Trotz der Potenziale gibt es auch erhebliche Bedenken bezüglich einer staatlichen Bitcoin-Reserve. Kritiker warnen vor der extremen Volatilität des Bitcoin und der Gefahr, dass solche Bestände den US-Markt destabilisieren könnten. Zudem stellen einige Experten infrage, warum ein Staat, der die Kontrolle über seine eigene Währung hat, eine Kryptowährung als Reserve anlegen sollte.

Auch die Liquidität des Bitcoin im Vergleich zum US-Dollar wird oft als problematisch angesehen. Der Bitcoin ist als Zahlungsmittel noch weit von einer breiten Nutzung entfernt, was seine Eignung als nationale Reservewährung in Frage stellt. Ebenso könnte eine Veräussern von Goldreserven durch die Fed den Preis von Bitcoin und Gold erheblich beeinflussen und zu Marktverwerfungen führen.

Ausblick

Trotz der Bedenken könnte der Bitcoin vor einer spannenden Entwicklung stehen, unterstützt durch die Hoffnung auf eine proaktive Bitcoin-Politik unter der neuen US-Regierung. Sollte Trump tatsächlich den Weg für eine nationale Bitcoin-Reserve ebnen, könnte dies nicht nur den Kurs weiter ansteigen lassen, sondern auch zu einer breiteren Akzeptanz von Bitcoin als strategischem Finanzinstrument führen. Anleger und Marktbeobachter werden den 20. Januar 2025 genau im Blick behalten, wenn der designierte Präsident seine Pläne für die Kryptowährung ankündigen könnte.

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